IVECO MAGIRUS Brandschutztechnik GmbH.

Das Entwicklungsteam nach Projektbeginn kurzfristig ergänzen.



 

Die Ausgangssituation

IVECO MAGIRUS zählt zu den weltweit größten Anbietern von Fahrzeugen und Geräten für den Brand- und Katastrophenschutz. Das Unternehmen produziert an insgesamt sechs Standor- ten in ganz Europa. Stammsitz des Global Players ist Ulm, wo Firmengründer Conrad Dietrich Magirus 1864 mit der Herstellung von Feuerwehrgeräten begann. In einem modernen Werk werden hier Drehleitern entwickelt und individuell für Kunden gebaut. 2007 fiel bei IVECO MAGIRUS in Ulm der Startschuss für ein zentrales Projekt: die Entwicklung eines neuen Hightech-Rettungskorbs, kurz „RC 400“ genannt. Ein Jahr nach Beginn des Projekts musste kurzfristig Ersatz für einen ausgefallenen Mitarbeiter gefunden werden.



Das Projekt

Um die freigewordene Position im Projektteam kurzfristig neu besetzen zu können, wendete sich IVECO MAGIRUS an einen langjährigen Partner, der mit einer Niederlassung in der Region vertreten ist: die euro engineering AG. Seit 1998 arbeitet IVECO MAGIRUS mit dem Engineering-Dienstleister zusammen – nicht nur bei kurzfristigen Engpässen, sondern auch bei langfristig geplanten Entwicklungsprojekten. So war schnell ein hoch qualifizierter Inge- nieur der euro engineering AG gefunden, der das Rettungskorb-Team ergänzte und direkt im Entwicklungsbüro des Brandschutzexperten beschäftigt war. Vor Ort konnte er sich in kurzer

Auch nach der Entwicklung bis hin zur Serienreife geht die Arbeit am Rettungskorb weiter. Das komplexe Produkt wird lediglich in Kleinserien gefertigt und immer wieder an spezielle Kundenwünsche angepasst. Zudem wird der Rettungskorb in unterschiedlichsten Varianten produziert, damit er weltweit den jeweiligen lokalen und nationalen Auflagen für Feuerwehrfahrzeuge entspricht. Hinzu kommen ganz spezielle Wünsche aus der Praxis, die von Feuerwehrmitarbeitern beim Kauf an das Team herangetragen werden. So ist der „RC 400“ optional beispielsweise mit integriertem Arbeitsscheinwerfer oder fest installiertem Wasserwerfer erhältlich.

Im Sonderfahrzeugbau arbeiten wir unter anderem regelmäßig mit den Spezialisten der euro engineering AG zusammen. Diese sind in der Fahrzeugentwicklung zuhause – für uns ein unabdingbares Kriterium, denn nur so können sie sich schnell in unsere komplexen Entwicklungsprozesse einarbeiten, so Heiner Hörsch, Teamleiter bei IVECO MAGIRUS.

Der gemeinsame Erfolg

Im Juni 2010 stellte das Entwicklungs-Team den Feuerwehr-Rettungskorb auf der INTERSCHUTZ, der internationalen Leitmesse für Rettung, Brand-/Katastrophenschutz und Sicherheit, in Leipzig vor. Die Resonanz war enorm: Mit zahlreichen Aufträgen und Anfragen kehrte IVECO MAGIRUS nach Ulm zurück.



Neue Ziele definiert – und erreicht

Die Integration wird Dr. Tuyen N. Le, der noch während des laufenden Projekts vom Kundenunternehmen übernommen wurde, als stellvertretender Leiter der Entwicklungsgruppe der OSM-Abteilung weiter begleiten. Im Rückblick ist er davon überzeugt, die richtige Entscheidung für die weitere berufliche Karriere getroffen zu haben: „Der Weg über die Messtechnik in den Maschinenbau war für mich eine ausgezeichnete Variante, um die Richtung zu wechseln.“ Die Zusammenarbeit mit der euro engineering AG behält er dabei in guter Erinnerung. „Die Zeit im Unternehmen empfinde ich als sehr positiv. Es bestand für mich die Möglichkeit, mit meinen Ansprechpartnern abzustimmen, in welche Richtung es gehen soll. Alle meine Wünsche konnten dann beim Kunden umgesetzt werden. Ich möchte viel bewegen in meinem Leben. Und ich hoffe, dass die euro engineering AG und ich gemeinsam etwas bewegen konnten – und sei es auch nur, dass wir den Kunden zufriedengestellt haben.“

Der innovative Rettungskorb überzeugte insbesondere durch modernste Computer-Technik, die dafür sorgt, dass Feuerwehrleute ihren Einsatz von der neuen „Kommandozentrale“ aus schnell und unkompliziert durchführen können. Per Joystick können die Retter den fest eingebauten Löschmonitor millimetergenau ausrichten, das Löschwasser präzise dosieren und haben zudem mehr Platz als zuvor. Außerdem reduziert der Korb die sogenannte Rüstzeit, also die Zeit, die vergeht, bis das Equipment voll einsatzfähig ist. So spart die Feuerwehr bei jedem Einsatz wertvolle Sekunden – und die können im Ernstfall entscheidend sein.