Endress+Hauser Conducta GmbH & Co. KG

Realisierung eines Messstands für Flüssigkeits-Sensoren



 

Die Ausgangssituation

Die Endress+Hauser Conducta GmbH & Co. KG zählt international zu den führenden An- bietern von Messstellen und Komplettsystemen für die Analyse von Flüssigkeiten – von Wasser und Getränken über Molkereiprodukte bis hin zu Chemikalien und Arznei- mitteln. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Gerlingen bei Stuttgart beschäftigt weltweit rund 700 Mitarbeiter. Zu den wichtigsten Produktionsstandorten zählt neben Groß-Um- stadt (Hessen), Anaheim (Kalifornien, USA) und Suzhou (China) auch das sächsische Waldheim, für das eine automatisierte Prozessanlage benötigt wurde, um die Bestän- digkeit der vor Ort produzierten Sensoren im Umfeld unterschiedlicher Prozessmedien zu testen.



Das Projekt

Ende 2012 trat Endress+Hauser Conducta an die Niederlassung Leipzig der euro engi- neering AG mit einer Spezi kation heran, in der die Vorgaben und Vorstellung bezüglich der Messanlage de niert waren. „Unsere Sensoren werden in unterschiedlichen Prozes- sen eingesetzt und kommen dabei mit verschiedensten Medien in Berührung“, erklärt Stephan Jugert aus der Abteilung Forschung und Entwicklung bei Endress+Hauser. „Für diesen Vorgang wurde ein automatisiertes System benötigt, welches das zyklische Umsetzen der Sensoren in verschiedenen Medienbehältern vornimmt. Dabei müssen die notwendigen Prozessparameter überwacht und eingehalten werden. Da die Sensoren einen weiten Einsatzbereich haben, werden sie bei den Tests auch aggressiven Medien ausgesetzt.

Das gemeinsame Projekt mit der euro engineering AG war für uns ein erster Testlauf mit einem externen Dienstleister im Bereich Konstruktion – und zwar ein erfolgreicher, so André Hildebrandt, Leiter Entwicklung bei der Pro roll Technologies GmbH.

Entsprechend musste auch der Messstand beständig gegenüber allen erdenklichen Flüssigkeiten sein“, so Jugert weiter. Zudem musste die Anlage so konst- ruiert sein, dass sie für Sensoren unterschiedlicher Dimensionen genutzt werden kann. „Diese Spezi kation wurde zusammen mit der euro engineering AG abgestimmt und weiterentwickelt, so dass letztendlich ein Angebot und die Durchführung des Projekts möglich wurden“, schildert Stephan Jugert die ersten Schritte.

Der gemeinsame Erfolg

Vier Mitarbeiter der euro engineering AG waren an der Umsetzung des Projekts beteiligt, das von der CAD-Konstruktion des Messstandes über den Bau und die Programmierung bis hin zur Inbetriebnahme vor Ort sämtliche Schritte der Prozesskette abdeckte. Während die Hardware des Messstandes durch einen Konstrukteur und einen Elektro- konstrukteur des Engineering-Dienstleisters von Grund auf neu konstruiert und erbaut wurde, entwickelte der zuständige Programmierer der euro engineering AG eine be- stehende Steuerungssoftware weiter, welche bereits in einem früheren gemeinsamen Projekt erstellt worden war. Eine weitere Herausforderung des Projekts war der straffe Zeitplan: Binnen 12 Monaten sollte die Anlage in Betrieb genommen werden. Doch auch diese Hürde meisterten die vier Engineering-Spezialisten der Leipziger Niederlassung: Anfang November 2014 konnte der Messstand im Labor des Standorts Waldheim auf- gestellt und in Betrieb genommen werden.

„Die euro engineering AG hat es innerhalb eines sehr engen Zeitplans geschafft, den Messstand, der uns seitdem zuverlässig bei unserer Arbeit unterstützt, nach unseren Vorgaben und Vorstellungen zu konstruieren und zu realisieren. Die neue Messanlage trägt dazu bei, unsere Entwicklungsabläufe ef zienter zu gestalten und reproduzier- bare Messungen durchzuführen“, so Jugert.